Ein Netzwerk mit Powerline? Wie funktioniert das genau?

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Aki
Powerline Kaufberatung

Powerline Kaufberatung

Ohne das Internet funktioniert heutzutage gar nichts mehr, der Zugang sollte möglichst von überall möglich sein. In den meisten Haushalten hat das WLAN inzwischen den klassischen Internetzugang per Kabel abgelöst, weil man mit Funk weitaus flexibler ist. Doch auch das WLAN-Netzwerk kann an seine Grenzen stoßen, zum Beispiel wenn Decken und Wände sehr dick sind. Eine Alternative wäre in diesem Fall ein so genannter Powerline-Adapter, für den auch bauliche Hindernisse keinerlei Problem darstellen.

Alles was man braucht, ist eine Steckdose, dann hat man im kompletten Raum eine störungsfreie und sichere Verbindung ins Internet. Man muss nicht bohren, keinerlei Kabel verlegen, und Starterkits sind schon für weniger als 50 Euro zu haben. Während man im WLAN-Funknetz immer eine gewisse Gefahr in Bezug auf Datensicherheit hat, kann bei Powerline nur ein Angriff erfolgen, wenn ein Fremder Zugang zum Stromnetz, und selbst dann ist noch eine Verschlüsselung vorhanden. Die Installation des Powerline-Netzwerkes ist denkbar einfach und gelingt selbst Laien innerhalb kürzester Zeit. Da diese Adapter noch nicht so weitreichend bekannt sind, nachfolgend einige wichtige Informationen.

Worüber berichten wir in unserem Artikel?

Einrichtung eines Netzwerkes mit Hilfe der Powerline

Alles was man für die Einrichtung des Powerline-Netzwerkes benötigt ist eine Steckdose mit einer Spannung von 230 Volt. Man steckt den Adapter einfach in die Steckdose, dann können Daten in jedes Zimmer mit einer weiteren Steckdose übertragen werden. Ein Netzwerkkabel stellt die Verbindung zwischen der Netzwerkkarte eines Computers her. Um ein Netzwerk in der Wohnung aufbauen zu können, braucht man mindestens zwei Adapter.

Wie weit die Signale des Adapters ausgesendet werden können, hängt nicht nur von seiner eigenen Leistungsfähigkeit ab, sondern auch von der Qualität der vorhandenen Leistungen und auf von eventuell vorhandenen Störquellen im Bereich des Stromnetzes. Eine Begrenzung kann zum Beispiel ein Stromzähler darstellen, dessen Signale sind meistens so stark, dass eine weitere Datenübertragung nicht möglich ist. Doch selbst der beleuchtete Schalter einer Mehrfachsteckdose kann zu einer Dämpfung des Signals führen. Es ist deshalb empfehlenswert, ausschließlich den Adapter an die Steckdose anzuschließen, so dass Störungen weitgehend ausgeschlossen werden können. Es gibt jedoch auch Adapter, in welche bereits eine Steckdose integriert ist, das ist natürlich die ideale Lösung.

Bei den älteren Adaptern nach Standard HomePlug 1.0 steht eine Bandbreite von bis zu 85 Mbit/s zur Verfügung, für eine herkömmliche DSL-Übertragung ist das normalerweise ausreichend. Beim neueren Standard HomePlug AV setzt man inzwischen dagegen auf eine Datenübertragung von bis zu 600 Mbit/s. Bei beiden Standards ist eine Verschlüsselung des Netzwerkes vorgesehen. Während bei älteren Geräten häufig noch auf eine Verschlüsselung mit 56 Bit gesetzt wird, wird bei den neueren Modellen die AES-Verschlüsselung mit 128 Bit verwendet. Doch egal, um welche Verschlüsselung es sich handelt, sie ist auf jeden Fall deutlich sicherer als die beim WLAN, da ja eigentlich niemand an die eigenen Steckdosen heran kommt. Werden mehrere Adapter verwendet, sollten sie möglichst vom gleichen Hersteller stammen, denn nur dann ist eine Kompatibilität auf jeden Fall sichergestellt.

LAN, WLAN oder Powerline – ein Vergleich

Soll ein neues Netzwerk eingerichtet werden, stellt sich häufig die Frage, welches am besten geeignet ist, zur Auswahl stehen LAN, WLAN oder eben Powerline. Man hat also die Wahl zwischen drei Varianten, kann aber durchaus mehrere miteinander kombinieren. Jede davon hat so ihre Vor- und Nachteile bezüglich Schnelligkeit, Sicherheit und Störungen.

Das gute alte LAN ist für viele inzwischen sogar veraltet, denn es arbeitet noch mit einer Ethernet-Kabelverbindung. Heutzutage soll möglichst alles ohne Kabel funktionieren, weil man flexibler ist und man einfach Kabelsalat weitgehend vermeiden möchte. Doch der Klassiker hat auch seine Vorteile, er überzeugt nämlich durch die größte Stabilität, was die Verbindung angeht. Alle Teilnehmer des LAN-Netzwerkes kommunizieren über Kabel, so kommt es kaum zu Einbrüchen bezüglich der Geschwindigkeit oder gar Datenverlusten. Steht Stabilität also an erster Stelle, zum Beispiel weil man auch gerne einen Film vom Computer auf ein Fernsehgerät streamen möchte, ist man mit LAN am besten beraten.

Die Hardware ist normalerweise bereits im Rechner installiert, so dass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Übertragungsrate des LAN ist mit bis zu 100 Gbit/s unschlagbar, im Heimnetzwerk setzt man eher auf die kleinere Variante, das so genannte Gigabit-Ethernet. Aktuelle Netzwerkkarten, Mainboards oder Router unterstützen dieses Netzwerk, so dass Übertragungsraten von bis zu 125 Mbytes/s möglich sind. Die älteren Geräte entsprechen oftmals noch dem Fast-Ethernet-Standard, dessen Transfergeschwindigkeit von rund 12,5 Mbyte/s reicht für Alltagsaufgaben am Rechner noch locker aus. Der große Nachteil beim LAN ist natürlich die Verkabelung, vor allem, wenn man die komplette Hardware miteinander verbinden muss.

Mit WLAN ist man deutlich flexibler, denn die Geräte können an jeder beliebigen Stelle platziert werden. Alle Geräte innerhalb des Netzwerkes kommunizieren per Funk, so muss man sich auch nicht mit Kabelsalat herum ärgern. In solch einem drahtlosen Netzwerk dient ein WLAN-Router als Schaltzentrale, dieser muss jedoch unbedingt ausreichend verschlüsselt sein. Im Netzwerk kann man dann auch noch andere Geräte, wie zum Beispiel Tablets, Notebooks oder Smartphones mittels eines Kennwortes anmelden. Nachdem man die Geräte angemeldet hat, wird deren Konfiguration automatisch vorgenommen, deshalb macht WLAN vor allem für die Nutzung von mobilen Geräten innerhalb des Hauses Sinn.

Die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung hängt von mehreren Faktoren wie dem Router, den benutzten Endgeräten und dem jeweiligen Standard ab. Legt man auf Schnelligkeit wert, sollte man auf den Standard IEEE 802.11ac setzen, der eine Übertragung von rund 450 Mbit/s erlaubt. Viel weiter verbreitet ist allerdings die Geschwindigkeitsstufe 802.11n mit rund 240 Mbit/s. Die Leistung des Netzwerkes hängt sehr stark von den Voraussetzungen innerhalb der Räumlichkeiten ab, deshalb muss man immer mit Schwankungen bei der Übertragungsgeschwindigkeit rechnen.

Hinter Powerline steckt ein ganz einfaches aber durchdachtes Konzept, so dass man Vorteile sowohl gegenüber LAN als auch WLAN hat. Man muss keine langen Kabel verlegen und auch keinen Router exakt positionieren, um optimalen Empfang zu haben. Man braucht nur zwei Powerline-Adapter, jeder davon wird in eine Steckdose gesteckt. Über das Stromnetz gelangt das Datensignal dann von einem Adapter zum anderen. Nicht nur Wände werden durchdrungen, sondern auch Zimmerdecken, so dass man ein Netzwerk auch problemlos über mehrere Stockwerke ausdehnen kann, normalerweise ist eine Reichweite von bis zu 200 Metern garantiert.

Von den Powerline-Adaptern braucht man dann nur noch ein kurzes Ethernet-Kabel zum Endgerät. Powerline-Adapter gibt es verschiedenen Varianten, die Geschwindigkeit reicht bis zu 600 Mbit/s. Die teuren Geräten verfügen teilweise über eine integrierte Steckdose, einen WLAN-Router oder einen Ethernet-Switch. Powerline ist also ideal für ein großflächiges Netzwerk, bei dem man mit WLAN oder LAN an Grenzen stößt.

Darauf sollte beim Kauf von Powerline-Adaptern geachtet werden

Beim privaten Internetzugang kann WLAN inzwischen als Standard angesehen werden. Doch in manchen Gebäuden funktioniert das Funknetz aufgrund von baulichen Besonderheiten manchmal nicht störungsfrei. In diesem Fall kann man einen Powerline-Adapter verwenden, um die Signale aus dem Internet über das Stromnetz zu transportieren.

Um ein Netzwerk zu erzeugen, braucht man zwei Adapter, einer speist Daten vom Router in die Stromleitungen ein, während der andere sie empfängt, verarbeitet und an den Rechner übermittelt. Es ist wichtig, dass man immer zwei Adapter kauft, die miteinander kompatibel sind, da es zweierlei Standards gibt. Auf der sicheren Seite ist man immer, wenn man zwei aus der gleichen Baureihe des selben Herstellers verwendet. Muss eine große Distanz überbrückt werden, zum Beispiel zwischen mehreren Stockwerden, müssen die Adapter entsprechend leistungsfähig sein, eine Übertragungsrate von 200 Mbit/s wäre in diesem Fall das Minimum.

Möchte man auch regelmäßig Filme oder Musik übertragen, sollte man lieber Adapter mit 500 oder gar 1.000 Mbit/s kaufen. Es ist immer ratsam, vor dem Kauf Testberichte zu lesen, nicht nur wegen dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern um sicher zu gehen, dass die Adapter auch dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Für Einsteiger beim Installieren eines Heimnetzwerkes werden im Handel spezielle Starter-Kits angeboten, darin sind gleich zwei Powerline-Adapter enthalten.

Namhafte Hersteller von Powerline-Adaptern

Es gibt einige Hersteller, die in Deutschland qualitativ hochwertige Powerline-Adapter vertreiben. Die folgenden Marken gehören auf jeden Fall zu den marktführenden und renommierten:

  • TP-Link
  • AVM
  • CSL-Computer
  • Devolo
  • Netgear

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