Kaufberatung: Fernbedienung kaufen, aber welche genau?

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André
Fernbedienung für den Fernseher / Receiver

Fernbedienung für den Fernseher / Receiver

Die meisten elektrischen Geräte werden heute mittels einer Fernbedienung gesteuert, mit jeder neuen Anschaffung kommt in der Regel auch eine weitere Fernbedienung mit ins Haus. Im Wohnzimmer türmen sich dann meistens irgendwann die Fernbedienungen, weil Receiver, DVD- oder Bluray-Player, Fernseher und die Stereoanlage ihre eigene haben. Früher oder später verliert dabei fast jeder den Überblick. Geräte vom selben Hersteller lassen sich manchmal mit einer einzigen Fernbedienung steuern, doch meistens hat man nicht nur Geräte einer Marke.

Eine Lösung könnte eine Universalfernbedienung sein, die dann alle anderen Fernbedienungen ersetzt. Man bekommt sie teilweise schon für ein paar Euro im Handel, doch es lohnt sich auf jeden Fall etwas mehr Geld zu investieren. Nicht immer ist die Programmierung einfach, und es ist auch nicht immer sicher, dass sich am Ende alle Geräte damit bedienen lassen. Deshalb sollte man sich beim Kauf schon auf ein paar wesentliche Punkte konzentrieren.

Worüber berichten wir in unserem Artikel?

Welche Typen von Fernbedienungen gibt es?

Bei den Universalfernbedienungen gibt es zweierlei Typen, beide funktionieren aber normalerweise per Infrarot-Technik. Im Handel findet man Geräte, die bereits vorprogrammiert sind, andere wiederum sind lernfähig und lassen sich individuell selbst programmieren. Bei den vorprogrammierten Modellen ist eine Datenbank integriert, auf der sich die Codes vieler verschiedener Geräte befinden. Man muss dann in der jeweiligen Bedienungsanleitung den entsprechenden Code suchen und in die Fernbedienung eingeben.

Einige Hersteller listen gleich mehrere Codes, so dass man eventuell ein paar davon ausprobieren muss. Bei den teuren Modellen übernimmt diese Aufgabe ein automatischer Suchlauf. Bei den preisgünstigen Varianten ist es so, dass man keine Veränderungen an der Datenbank vornehmen kann. Findet man das entsprechende Gerät nicht, so muss man auf jeden Fall nach einem kompatiblen Gerät suchen, es müssen also alle von den Hersteller angegebenen Codes ausprobiert werden. Man sollte also nur solche Fernbedienungen kaufen, wenn man ganz sicher ist, dass die eigenen Geräte davon unterstützt werden, ansonsten ist das Gerät einfach wertlos.

Flexibler sind dagegen die lernfähigen Fernbedienungen, die normalerweise auch über eine Datenbank verfügen. Allerdings kann man diese bei Bedarf auch erweitern, so dass auch neu auf dem Markt befindliche Geräte aufgenommen werden können oder auch die von noch nicht enthaltenen Herstellern. Sie haben nicht nur einen Sensor, der mittels Infrarot funktioniert, sondern auch einen Empfänger, der von den eigentlichen Fernbedienungen die Informationen abrufen kann. Seltener findet man auf dem Markt Funkfernbedienungen, die natürlich einen entscheidenden Vorteil haben. Man muss damit nicht exakt auf die zu bedienenden Geräte zielen, selbst Wände stellen kein Hindernis darf.

Lernfähige Modelle mit Updates

Auch die lernfähigen Universalfernbedienungen können sich stark voneinander unterscheiden, und zwar vor allem in dem Punkt, wie die Datenbank aktuell gehalten wird. Normalerweise erfolgt das Auslesen für die Übernahme der Funktionen eines anderen Geräte per Infrarot. Es ist auch nicht immer selbstverständlich, dass die Universalfernbedienung komplett alle Befehle eines ihr bekannten Gerätes übernimmt, häufig muss man auch in diesem Fall ein paar zusätzliche Befehle hinzufügen. Man muss für den Lernmodus die beiden Fernbedienungen so aneinander legen, dass Kontakt zwischen den Infrarotschnittstellen besteht. In der Bedienungsanleitung der Universalfernbedienung steht, wie man den Lernmodus einschalten kann. Auf der ursprünglichen Fernbedienung drückt man dann immer eine Taste, anschließend eine auf der neuen Fernbedienung, die deren Funktion künftig übernehmen soll. Auch wenn dieser Prozess etwas aufwändig ist, kann man später sichergehen, dass auch alle Tasten richtig belegt sind, der Vorgang muss auch nicht wiederholt werden.

Problem bei vielen Universalfernbedienung ist der Fakt, dass der Speicher gelöscht wird, falls die Batterien leer sind, man müsste also wieder alles neu programmieren. Deshalb ist der Kauf eines Gerätes, das man aufladen kann, oder man entscheidet sich für ein Modell mit nichtflüchtigem Speicher. Schlecht sind Fernbedienungen, die keine Rückmeldung geben, wenn man eine Taste drückt. Ideal sind Modelle mit einem Display oder zumindest eine Rückmeldung durch Töne, nur so ist die Programmierung einfach durchführbar. Wesentlich einfacher hat man es mit einem automatischen Suchlauf, die Universalfernbedienung fragt so lange selbstständig verschiedene Codes ab, bis eine Kommunikation mit dem anderen Gerät möglich ist. Man muss nur die alte Fernbedienung anschalten und eine vom Hersteller vorgegebene Tastenkombination drücken. Dann wird die Universalfernbedienung auf sie gerichtet und auf den „Aus-Schalter“ gedrückt, dann wird die Programmierung durch Speichern abgeschlossen.

Auch eine Programmierung mittels PC ist bei manchen Modellen möglich, das geht bei den hochpreisigeren Geräten ganz einfach mittels USB-Anschluss, die Tastenbelegung nimmt man dann bequem über Tastatur und Maus vor. Bei einigen Modellen gelingt eine Programmierung überhaupt nicht ohne PC und Internetanschluss, darauf sollte man beim Kauf achten, um später keine böse Überraschung zu erleben. Die Programmierbarkeit über den PC hat jedoch einen ganz entscheidenden Vorteil, denn man kann jederzeit Updates für die Firmware herunterladen und das Gerät somit auf dem neuesten Stand halten.

Spezielle Modelle mit PC-Fähigkeit

Universalfernbedienungen mit PC-Fähigkeit können Verbrauchern viele Vorteile bieten. Die Hersteller legen den Geräten eine Software bei, mit deren Hilfe man sie über einen USB-Anschluss am PC in wenigen Schritten konfigurieren kann. Die meisten Fernbedienungen sind für eine besonders leichte Bedienung mit einem Display ausgestattet, dieses lässt sich dann auch über den Computer nach den eigenen Bedürfnissen einrichten. Man kann die interne Steuersoftware dieser Geräte auch jederzeit über den PC aktualisieren. Die Hersteller stellen regelmäßig Updates bereits, bei denen kleinere Fehler der Vorgängerversion bereinigt wurden, außerdem können auch zusätzliche Funktionen installiert werden.

Praktisch ist auch die Möglichkeit, einen Elektronischen Programmführer herunterzuladen, so hat man stets eine aktuelle Programmzeitschrift zur Hand. Allerdings unterstützen bisher nur wenige Fernbedienungen diesen Service. Auch bei günstigeren Modellen muss man nicht unbedingt auf nützliche Zusatzfunktionen verzichten. So können manche sogar den PC fernsteuern und zwar mit Hilfe eines USB-Dongles. Ideal ist solch eine Steuerung für Rechner, die im Wohnzimmer stehen, so kann man zum Beispiel auch eine Dia-Show oder Filme von der Festplatte des PCs auf dem Fernsehgerät betrachten. Tasten für die Navigation sind in diesem Fall hinsichtlich der Maus-Steuerung sehr unpraktisch, mit einem Touchscreen geht dies wesentlich leichter.

Bedienung der Geräte kann sehr unterschiedlich ausfallen

Bei den modernen Universalfernbedienungen handelt es sich häufig nicht mehr um die klassischen Modelle, die mittels Tasten bedient werden. Eine große Nachfrage besteht nach innovativen Geräten, bei denen auf Tasten verzichtet wurden, und bei denen die Steuerung über das Display erfolgt. Bei manchen Modellen setzen Hersteller auch auf eine Kombination von Display und Tasten. Nach wie vor sind aber die herkömmlichen Modelle mit Tasten am weitesten verbreitet. Außerdem bekommt man sie schon für wenig Geld, und aufgrund des fehlenden Displays verbrauchen sie auch nur wenig Strom.

Fernbedienung Playstation 3

Fernbedienung Playstation 3

Doch die Tasten haben auch ihren Vorteil, denn viele bevorzugen diese Art der Bedienung, da man die Tasten einfach fühlen kann. Somit ist auch im Dunkeln oder ohne hinzusehen problemlos möglich, wenn man sich erst einmal an die Fernbedienung gewöhnt hat. Möchte man die Fernbedienung auch häufig bei Dunkelheit nutzen, so ist ein Modell mit im Hintergrund beleuchteten Tasten zu empfehlen. Bei Tasten ist es allerdings nachteilig, dass man die Anordnung nicht nach eigenen Wünschen anordnen kann. Sind bestimmte Tasten nicht vorhanden, so hat man manchmal die Möglichkeit, eine andere mit der gewünschten Funktion zu belegen. Allerdings sind die Tasten dann nicht immer so gekennzeichnet, dass man sie eindeutig zuordnen kann. Die einfacheren Modelle haben ohnehin keinen sehr großen Funktionsumfang, manchmal werden nur die wichtigsten Steuerbefehle unterstützt. So kann man bei einigen nur die Programme wechseln und die Lautstärke regulieren. Meistens sind dann nur vier Tasten mit Pfeilen und ein Anschaltknopf vorhanden, man kann also nicht alle beliebigen Geräte über die Fernbedienung steuern.

Die Touchscreen-Fernbedienungen haben den großen Vorteil, dass jedes Gerät, über eine eigene Seite gesteuert werden kann. Außerdem kann man bei vielen Geräten auch die Tasten ganz nach Belieben anordnen und auch mit den gewünschten Funktionen individuell belegen. Da diese Geräte recht viel Strom verbrauchen, sollte man sich für ein Modell entscheiden, das man in eine Ladeschale stellen kann. Natürlich sind die Modelle mit Fernbedienung auch nicht ganz so robust, beim Fall auf den Boden kann das Display leicht zu Bruch gehen.

Weitere Funktionen für mehr Komfort

Bei einer guten Universalfernbedienung kommt es nicht einzig und alleine darauf an, dass sie die Funktionen mehrerer Fernbedienungen ineinander vereint. Sie sollte auch ein gewisses Maß an Komfort mitbringen, wie zum Beispiel auch die Beherrschung von Makros, das sind Befehlsketten. Damit kann man unter anderem durch das Drücken von einer einzigen Taste gleich mehrere Geräte anschalten oder es werden automatisch die richtigen Kanäle angesteuert, wenn man eine DVD abspielen möchte.

Bei manchen Modellen sind diese Makros schon ab Werk vorprogrammiert, bei anderen muss man sie erst einstellen. Damit sich dieses Abläufe möglichst leicht programmiert werden können, ist eine Fernbedienung mit PC-Anschluss auf jeden Fall von Vorteil. Ideal ist es auch, wenn man die Geschwindigkeit, also die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Befehlen selbst verändern kann, denn bei zu hoher Geschwindigkeit haben viele Empfänger Probleme alle Befehle korrekt auszuführen.

Sehr wichtig ist die so genannte Punch-through-Funktion, denn nur dann kann man Funktionen steuern, während andere Prozesse am laufen sind. So wäre es zum Beispiel möglich, den Ton am Fernseher zu verändern, während der DVD-Recorder läuft, man muss also die Befehlsebenen nicht ständig wechseln. Sind die zu steuernden Geräte in einem Schrank oder nicht in Sichtweite, so macht die Anschaffung eines zusätzlichen Infrarotempfängers Sinn. Man kann diesen dann an versteckter Stelle platzieren, so dass man von einem bestimmten Sitzplatz aus problemlos die Fernbedienung verwenden kann. Ideal ist es, wenn die Stromzufuhr der Fernbedienung ganz unterbinden werden kann, und nicht nur die damit verbundenen Geräte in den Standby-Modus versetzt werden, das spart jede Menge Strom.

Samsung Smart TV – Einführung zur Smart Touch Fernbedienung

Namhafte Hersteller von Universalfernbedienungen

Es gibt viele Hersteller, die in Deutschland qualitativ hochwertige Universalfernbedienungen vertreiben. Die folgenden Marken gehören auf jeden Fall zu den marktführenden und renommierten:

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