Alles über die Blu-ray Technik mit allen Vor- und Nachteilen

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Aki
Blu-ray Player Playstation 4

Blu-ray Player Playstation 4

Die Blu-ray-Technik ist die Weiterentwicklung der DVD und verdrängt diese immer mehr vom Markt. Während die Auflösung bei einer DVD 720 x 576 Pixel beträgt, punktet dieses Videosignal mit 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Bandbreite von 40 Mbit/s. Diese innovative Technologie überzeugt durch einen erstklassigen Sound und gestochen scharfe Bilder, so dass das Anschauen von Filmen zum wahren Genuss wird. Player gibt es heutzutage in der unterschiedlichsten Preissegmenten, so dass für jeden Geldbeutel etwas zu finden ist.

Alles was der Fernseher braucht, ist ein HDMI-Anschluss, der gehört heutzutage jedoch eigentlich zum Standard. Soll der Player Teil eines Heimkinosystems werden, müssen seine Anschlüsse auf jeden Fall zu denen der Anlage passen. Moderne Player haben viele zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel eine mögliche Internetanbindung, Bild-in-Bild-Modus und eine übersichtliche Menüführung für komfortables und leichtes Bedienen. Doch wenn man sich nicht mit der Materie befasst hat, steht man erst einmal vor dem Regal und ist ratlos, Auf welche Kriterien muss man beim Kauf eines Blu-ray-Players unbedingt achten? Welches sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale und notwendigen Funktionen?

Worüber berichten wir in unserem Artikel?

Die Vor- und Nachteile der Blu-ray-Technik

Die Blu-ray-Technik basiert auf einem blau-violetten Laserstrahl, daher auch der Name für diese Technologie. Es ist wesentlich weniger Speicherplatz notwendig als bei einer DVD, da dieser bläuliche Strahl im Vergleich zum roten viel dünner ist und zudem auch kurzer, somit ist der Abstand zum Medium auch viel kleiner. Auf der gleichen Fläche kann somit etwa die fünffache Datenmenge untergebracht werden. Es werden manchmal sogar zwei Datenschichten genutzt, das bezeichnet man auch als Dual-Layer-Technik, so finden auf einem Rohling bis zu 54 GB Platz. Inzwischen kann man auch Videokameras kaufen, die Aufnahmen direkt auf kleinere Rohlinge mit einem Volumen von bis zu 16 GB brennen können. Falls der Blu-ray-Player in der Schublade eine spezielle Aussparung hat, kann man auch diese kleineren Discs damit abspielen.

Beste Bildqualität hat man, wenn der Fernseher die volle HDTV-Auflösung hat, das erkennt man an den Bezeichnungen FullHD oder HD-ready 1080p. Eine exzellente Bildqualität und flüssige Bewegungsabläufe hat man auch bei Filmen im 24p-Kinoformat. Auch der Sound profitiert von der neuartigen Technologie, denn es gibt spezielle Tonformate für Blu-ray, meistens handelt es sich um DTS-HD Master Audio oder Dolby True HD. Die Auflösung beträgt dabei 24 Bit, es werden außerdem bis zu acht Kanäle unterstützt. Mit einem Blu-ray-Player hat man eigentlich gleich zwei Geräte in einem, denn auch DVDs lassen sich damit problemlos abspielen, so dass sich der DVD-Player dadurch ersetzen lässt.

Nachteile hat man bei einem Blu-ray-Player kaum, es kann nur ein paar kleinere Einschränkungen geben. Grundsätzlich sind die Player noch teurer als DVD-Player, dafür kann man jedoch auch zweierlei Discs abspielen. Das Filmangebot ist bislang auch noch nicht so groß, wie bei den DVDs, das dürfte sich in der Zukunft jedoch schnell ändern. Da die Auflösung bei Blu-ray höher ist, braucht man unbedingt einen entsprechenden Fernseher, bei einem PAL-Gerät kann man Filme zum Beispiel nur in einer niedrigen Auflösung anschauen und profitiert somit gar nicht von der neuartigen Technologie.

Unterschiedliche Standards bei den Playern

Bei den Blu-ray-Playern gibt es keinen einheitlichen Standard, beim Kauf muss man also immer auf die jeweilige Version achten, denn der Komfort kann sich recht deutlich unterscheiden. Natürlich kann jedes Gerät Blu-ray-Discs problemlos abspielen, jedoch haben ältere Modelle nicht so viele nützliche Funktionen und Ausstattungsmerkmale, so dass man eventuell Abstriche machen muss. Angefangen hat alles mit der Version 1.0, die man auch als BD-Video bezeichnet. Diese Player sind ziemlich veraltet und unterstützen keine interaktiven Funktionen, man kann sie meistens auch nicht aktualisieren. Bild-in-Bild-Informationen bekommt man erst ab der Version 1.1, die man auch Bonus View nennt, diese Geräte haben einen lokalen Speicher von 250 MB. Es wäre zwar theoretisch möglich, bei diesem Modellen auch ein Update durchzuführen, doch meistens ist kein Internetanschluss dafür vorhanden.

Eine Internet-Funktion gibt es erst ab der Version 2.0, die auch BD-Live heißt, hier kann man also Updates vornehmen und auch Spiele herunterladen. Für diese Funktion muss das Gerät Java beherrschen, das erkennt man auch an der Abkürzung BD-J. Der Internetzugang kann wahlweise über WLAN oder einen Ethernetanschluss erfolgen, es wird also ein Router benötigt. Hat das Gerät noch einen Hinweis auf DLNA-Technik, so kann es auch Daten von einer Festplatte streamen, so dass man dann Filme am Fernseher anschauen kann. Für BD-Live braucht man einen Speicher mit mindestens 1 GB, manchmal kann man auch mit Hilfe einer Speicherkarte nachrüsten.

Version 3.0 wird auch als BD-Audio bezeichnet, sie kann lediglich Audio-Dateien wiedergeben, ist also nur für Musik-Liebhaber interessant. Um dreidimensionale Inhalte abspielen zu können, braucht man Version 5.0, die auch unter der Bezeichnung BD-3D bekannt ist. Die Datenrate beträgt bei diesen Geräten bis zu 72 Mbit/s, denn bei 3D-Filmen fällt eine viel größere Datenmenge an. Natürlich müssen für die 3D-Technologie alle Geräte mindestens den HDMI-Standard 1.4 unterstützen, manche Modelle können auch 2D-Filme in 3D umrechnen. Neben dem passenden TV-Gerät braucht man zum Anschauen von 3D-Filmen auch noch eine Shutter-Brille.

Welche Anschlüsse sollte der Player haben?

Jeder Blu-ray-Player hat als Standard einen HDMI-Anschluss, den man auch für die Wiedergabe in FullHD-Auflösung benötigt. Grundsätzlich reicht ein solcher Anschluss für den Betrieb vollkommen aus, unter bestimmten Umständen kann jedoch ein zweiter HDMI-Anschluss Sinn machen. Die meisten AV-Receiver, die vor 2010/2011 hergestellt wurden, können kein 3D-Signal zum Fernseher leiten, um einen 3D-Film ansehen zu können. Man müsste in diesem Fall über den HDMI-Anschluss den Blu-ray-Player direkt mit dem TV-Gerät verbinden. Der Ton würde dann über einen S/PDIF-Ausgang am Player geleitet werden, doch dabei muss man auf einen verlustfreien, erstklassigen Sound verzichten, denn die modernen Tonformate werden bei dieser Lösung nicht unterstützt. Sind jedoch zwei HDMI-Anschlüsse vorhanden, kann man einen als Verbindung zum Fernseher nutzen, der andere leitet die Tonsignale an den AV-Receiver weiter. Auch wenn man einen Beamer verwenden möchte, der AV-Receiver jedoch nur einen HDMI-Ausgang hat, kann ein Player mit zwei HDMI-Ausgängen hilfreich sein.

Blu-ray Player mit USB Anschluss

Blu-ray Player mit USB Anschluss

 

Neben diesen Standard-Anschlüssen kann es an einem Blu-ray-Player jedoch noch eine Reihe anderer Anschlüsse geben, zumindest bei den hochpreisigeren Modellen. Einen wahren Allrounder bekommt man, wenn auch noch ein LAN- sowie ein USB-Anschluss vorhanden sind, dann kann man auch gleichzeitig das Internet nutzen und Daten vom USB-Stick übertragen. Ideal ist eine Schnittstelle für Speicherkarten, so kann man auch Fotos von einer Digitalkamera auf dem TV-Gerät anschauen. Ist der Blu-ray-Player als Bestandteil einer Heimkinoanlage gedacht, brauch er auch die entsprechenden Schnittstellen für Audio-Signale.

Blu-ray-Player mit Festplatte oder ohne?

Möchte man sich einen Blu-ray-Player zulegen, so stellt sich auch die Frage, ob dieser eine Festplatte haben sollte oder ob man auch ohne auskommt. Bei einem Blu-ray-Player mit Festplatte handelt es sich um einen Blu-ray-Recorder. Mit solch einem Gerät hat man gleichzeitig zwei wichtige Funktionen in einem. Mit diesen Geräten kann man nicht nur Filme abspielen, sondern man kann auch welche aufnehmen. So kann man Filme aus dem Fernsehen aufzeichnen und sie zu jeder beliebigen Zeit anschauen. Natürlich kosten solche Geräte mit Festplatte einiges mehr, doch sollte man ruhig über eine solche Anschaffung nachdenken.

Die Geräte sind auch mit einem Brenner ausgestattet, so dass man die Filme später nicht nur auf Blu-ray, sondern auch auf DVD brennen kann. Man findet im Handel Modelle mit unterschiedlich großer Speicherkapazität, diese fängt bei 250 GB an und kann bis zu 1.000 GB reichen, das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Da auf der Festplatte die Daten jedoch nicht dauerhaft gespeichert werden, kann man auch ruhig zu einem Gerät mit 250 GB greifen, das sollte für die meisten Verbraucher absolut ausreichen.

Unbedingt auf eine komfortable, einfache Bedienung achten

Selbstverständlich sollte man bei allen technischen Geräten auch immer auf eine möglichst leichte Bedienbarkeit achten. Gerade die modernsten Blu-ray-Player haben so umfassende Menüs, dass man sich leicht dabei verirren kann, weil man vollkommen die Orientierung verliert. Die Menüführung und die Handhabung sollten deshalb bei technisch weniger versierten Benutzern unbedingt auch ein wichtiges Kaufkriterium sein. In den meisten Läden kann man sich zahlreiche Player vom Personal vorführen und erklären lassen, so kann man sich auch mit der Bedienung vertraut machen.

Die Bedienung erfolgt normalerweise ja per Fernbedienung, doch auch falls man diese einmal nicht zur Hand hat, sollte man das Gerät noch problemlos bedienen können. Auch die Schnelligkeit des Gerätes ist nicht unerheblich, manche Modelle brauchen ziemlich lange, bis sie eine Disc nach dem Einlegen eingelesen haben. Wer seine Filme nicht bei hoher Lautstärke abspielt, sollte sich auch vom Betriebsgeräusch überzeugen. Bei leisten Filmpassagen könnte es sein, dass man den Lüfter hört, oder das Surren des Laufwerkes.

zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Playstation 4 als Blu-ray Player

Playstation 4 als Blu-ray Player

Wollt Ihr vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Dann wäre z.B. eine Playstation 3 oder für aktuelle Spiele die Playstation 4 oder auch die Xbox One etwas für Euch. Die PS3 ist trotz Ihres Alters nach wie vor ein sehr guter Blu-ray-Player mit wesentlich mehr Multimedia- und Netzwerkfunktionen als die Nachfolgerin heute bieten. Allerdings gibt es beiden Nachfolgern immer wieder Software Updates mit neuen Funktionen. So bekommt Ihr eine Spielekonsole und einen Blu-ray Player in einem Gerät.

Namhafte Hersteller von Blu-ray-Playern

Es gibt viele Hersteller, die in Deutschland qualitativ hochwertige Blu-ray-Player vertreiben. Die folgenden Marken gehören auf jeden Fall zu den marktführenden und renommierten:

Unsere Kaufberatungen

Weitere Kaufberatungen zum Thema Unterhaltungselektronik haben wir Euch zusammengestellt. Viel Spaß dabei.

Alles über die Blu-ray Technik mit allen Vor- und Nachteilen

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