Macht ein Vertikutierer Sinn? Wann und wie? Alle Infos hier!

Wenn man einem Vertikutierer bei der Arbeit zusieht, dann drängt sich der kindliche Gedanke auf – warum machen die den Rasen kaputt?  Doch bei genauerer Betrachtung und tiefem Verständnis wird deutlich, dass der Vertikutierer dem Rasen hilft, wieder gesund zu werden.

Was ist vertikutieren?

Das Vertikutieren ist ein tiefer und notwendiger Eingriff für den Rasen und Boden. Es belüftet ihn und entfernt abgestorbene Pflanzenteile, die das Wachstum des Rasens behindern. Dieser bekannt Rasenfilz, der sich ihm Frühjahr zeigt, besteht aus welkenden Blättern der Graspflanzen, Moos und ungewollten Wildkräutern, die sich im Verlauf der Monate auf der Rasenfläche wie von selbst niederlassen und ansiedeln. Erst dann, wenn dieser Filz wieder weg ist, gibt das dem gewollten Gras wieder die Luft zum Atmen. Wenn man den Rasenfilz seinen Lauf lässt, entwickelt sich genau die Staunässe, die der gewollte Teil des Rasens nun gar nicht mag. Das ungewollte Moos allerdings mag genau diese Nässe sehr. Das ist der Grund dafür, dass das Moos den Rasen irgendwann komplett erobert haben wird. Das lässt sich durch das Vertikutieren vermeiden bzw. vorerst beendet. In unserer Themenwelt findet Ihr tolle Gartengeräte Schnäppchen.

Pendel-Vertikutierer

Pendel-Vertikutierer

Vertikutieren im Frühjahr

Rein saisonal betrachtet wird der Rasen am besten einmal im Frühjahr vertikutiert und dann eventuell noch einmal im Herbst. Selbstverständlich ist es möglich auch zwischendurch immer mal wieder zu vertikutieren, wenn es nötig sein sollte. Der Grund für das Vertikutieren während der beiden feuchten Jahreszeiten ist ganz einfach. Man braucht den nachgesäten Rasen schlicht und ergreifend weniger zu gießen, da es zu Jahresbeginn und zum Herbst sowieso öfter regnet. Das Vertikutieren im Frühjahr ist aber auch aus einem weiteren Grund das weitaus Effektivste. Schließlich hat die Vegetationsphase und Wachstumsphase ja gerade erst begonnen. Das bedeutet im Klartext, dass es zu dieser Zeit noch kaum irgendwelche Flugsamen anderer Pflanzen unterwegs sind. Damit kann auch nichts Unerwünschtes im freigelegten Boden keimen. Damit ist der Rasensamen klar im Vorteil und kann sich durch sein folgendes Wachstum fast konkurrenzlos ausbreiten.

Um ordentlich vertikutieren zu können, ist allem voran ein trockener Boden notwendig. In der Praxis bedeutet das, dass es wenigstens einen Tag lang nicht geregnet haben sollt. Anderenfalls gibt es eine buchstäbliche Schlammschlacht, bei der man mit dem Vertikutierer auch die Graspflänzchen ausreißt. Je nach Größe der Rasenfläche und gärtnerischem Geschick nimmt man sich dafür einen Handvertikutierer oder ein Motorgerät. Den Handvertikutierer braucht man letztlich sowieso, allein schon, um die Stellen nachzuarbeiten, die der Motorvertikutierer gar nicht erreichen kann. Dazu gehören mindestens die Ränder und Grenzflächen der Rasenfläche. Sinnvollerweise wird der Rasen zuerst auf der kleinsten Stufe gemäht. Dann ist der Rasen wirklich bereit für den eigentlichen Vertikutiervorgang.

Handvertikutierer

Das Vertikutieren beginnt man damit, dass man mit einem Handvertikutierer zuerst alle Ränder und Grenzflächen bearbeitet. Um das zu tun, setzt man den Handvertikutierer auf den Rasen und zieht ihn zu sich. Danach wird er neu angesetzt und man wiederholt diesen Vorgang so oft es nötig ist. Dadurch gleiten die Messer durch alle Schichten der Grassode bis in den Boden und nehmen alles mit, was dort nicht hingehört. Das klingt nicht nur mühsam, das geht ordentlich in die Arme. Das Ganze muss so lange wiederholt werden, bis man zwischen den Graspflanzen praktisch nur noch den blanken Boden sieht. Das Vertikutieren gewinnt an Wirkung, wenn man die gleiche Stelle aus verschiedenen Richtungen bearbeitet.

Macht ein Vertikutierer Sinn?

Macht ein Vertikutierer Sinn?

motorgetriebener Vertikutierer

Dasselbe gilt natürlich auch für den Einsatz eines motorgetriebenen Vertikutierers. Man fährt damit so lange und so oft in verschieden ausgerichteten Bahnen, bis kaum noch Rasenfilz herauskommt. Damit ist die Arbeit aber noch nicht beendet. Im Anschluss daran sollte man die Fläche komplett abrechen. Würde man mit dem Vertikutierer noch mal darüber fahren, würde er das abgestorbene Pflanzenmaterial direkt wieder zurück in den Boden drücken. Trotz der Durchzugsstärke der Vertikutiermaschine sind meistens drei bis vier Arbeitsgänge nötig. Bleiben nach dieser Prozedur noch Problemstellen stehen, dann können die von Hand nachvertikutiert werden. Mit dem elektrischen Vertikutierer kann man besonders gleichmäßig arbeiten. Wenn die Fläche dann nach dem Abtrocknen auch noch eine einheitliche Farbe ohne Flecken hat, nennt man das perfekt.

Viele Beobachter glauben, dass an der Stelle nie wieder Rasen wachsen könnt. Doch das ist weit gefehlt, denn innerhalb von zwei bis drei Wochen ist der Rasen satter und prachtvoller als jemals zuvor. All das sind wirklich überzeugende Gründe für das Anschaffen und die fachmännische Nutzung eines Vertikutierers.

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