Was ist alles zu Beginn der Motorradsaison zu beachten?

Der Frühling ist noch gar nicht ganz angekommen, da werden auch schon die motorisierten Zweiräder aus ihren Winterquartieren geholt. Es blitzt und blinkt wieder überall, denn Chrom und Lack wurden in den Garagen und Scheunen der Bikerwelt wieder auf Hochglanz gebracht. Doch Halt. Auch vor dem Start in die Motorradsaison 2017 sollten die Biker und Bikerinnen doch einige Ratschläge beherzigen.

Was ist alles zu Beginn der Motorradsaison zu beachten?

Die Unfallbilanz

Die Unfallbilanz aus dem Jahr 2014 weist immerhin 24 getötete Kradfahrer und 922 Verletzte aus. Jeder Einzelne von den verunfallten Personen ist genau einer zu viel. Die meisten „BikerInnen“ können es natürlich mal wieder kaum erwarten, sich bei den frühlingshaften Temperaturen auf ihre Maschinen zu schwingen und die ersten Touren in vollen Zügen zu genießen. Aber gerade auf den ersten etwa 15.000 Straßenkilometern kommt es Jahr für Jahr zu einer hohen Anzahl an Unfällen und viele davon mit sehr schlimmen Folgen. So wurde zwar bei der Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiräder im vergangenen Jahr ein Rückgang um 8,2 % und bei der Zahl der Verletzten sogar um 9,9 % verzeichnet, doch leider wurden auch Zweiradfahrer bei Verkehrsunfällen getötet.

Die Hauptunfallursache ist dabei noch immer eine nicht angepasste bzw. deutlich überhöhte Geschwindigkeit. Deshalb werden die Polizeidienststellen – besonders im Bereich der bekannten „Rennstrecken“ –vermehrte Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen. Der Einsatz von Lasermessgeräten wird dabei weiter forciert. Soweit zur Fahrfreude.

Was ist alles zu Beginn der Motorradsaison zu beachten?

Was ist alles zu Beginn der Motorradsaison zu beachten?

Wie wird die Maschine nun auf die Motorradsaison vorbereitet?

Nach der langen Standzeit über den Winter muss der technische Zustand des Motorrades unbedingt überprüft werden. Dazu gehören vor allem die Bremsen, Reifen und die Beleuchtung – all das sind neuralgische Punkte. Ein einwandfreier technischer Zustand der Maschine ist eine der Grundvoraussetzung für die bevorstehende unfallfreie „Saison“. Dann muss die Maschine angemeldet und ausreichend versichert werden. Daneben gilt es natürlich auch die Schutzbekleidung auf Beschädigungen und Funktionalität zu überprüfen. Die Bekleidung sollte sinnvollerweise in einer möglichst auffälligen Farbe gehalten sein. Ein Herzstück der persönlichen Schutzausrüstung des Fahrers ist der Helm, der DIN-geprüft sein muss. Bei der Anschaffung von Helm und Schutzkleidung sollte man nicht sparen, sondern einzig auf Qualität achten, denn diese Ausrüstungsgegenstände sind im Falle eines Unfalles schließlich die einzige passive Schutzvorrichtung! Motorrad Zubehör Angebote zu Schnäppchenpreisen findet Ihr in unserer Themenwelt.

Polizei rät nach dem Winter zu Fahrübungen

Anschaffung von Helm und Schutzkleidung

Anschaffung von Helm und Schutzkleidung

Im Mittelpunkt steht natürlich auch der Fahrer selbst! Dazu rät die Polizei, sich vor den ersten längeren Ausfahrten erst einmal mit Fahrübungen an die Maschine zu gewöhnen. Dazu kann man beispielsweise einen verkehrsarmen Platz aussuchen und hier einige Manöver, wie das Bremsen und Ausweichen, trainieren. So kann man sich vergleichsweise gefahrlos wieder an das Zweirad gewöhnen. Besonders wichtig ist dies bei den sogenannten „Wiedereinsteigern“, also Fahrern, die lange Zeit nicht mehr mit dem Motorrad unterwegs waren und sich jetzt nach oftmals langjähriger Pause wieder ein Bike zulegen. Ein Fahrsicherheitstraining, wie es zum Beispiel auch von vielen Automobilclubs oder Fahrschulen anbieten, sollte unbedingt angenommen und auch durchgeführt werden.

verantwortungsbewusster Fahrer beweist sich durch ruhiges Fahren & Souveränität

Einmal in Fahrt genommen sind der wohldosierte Umgang mit dem Gasgriff und eine vorausschauende Fahrweise das A und O. Bei den PS- starken Motorrädern kann dies in gefährlichen Situationen Ihr Leben und das anderer retten. Als Motorradfahrer muss man pausenlos und in jeder Sekunde des Fahrens mit Fehlern anderer rechnen. Vor allem auch damit, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern einfach nicht wahrgenommen wird. Denn schließlich werden mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle mit beteiligten Kradfahrern durch ein Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer verursacht. Und in auffallend vielen  Fällen werden die Kradfahrer schlicht übersehen. Umso wichtiger ist dies, wenn sich der Fahrer bewusst macht, dass er als Motorradfahrer keine Knautschzone und damit praktisch keine passive Sicherheit „vor sich“ hat. Ein verantwortungsbewusster Fahrer beweist sich durch ein ruhiges Fahren, Souveränität und gleichzeitig auch dadurch, dass er jederzeit „Herr über seine Pferdestärken“ ist.

Aber auch die Verkehrsteilnehmer mit dem Vorteil der vier Räder, also Pkw-, Lkw- und Busfahrer sollten – besonders bei schönem Wetter – immer mit auftauchenden Zweiradfahrern „rechnen“. Die gegenseitige Rücksichtnahme ist in jedem Fall und besonders im dichteren Verkehrsgeschehen die Grundvoraussetzung für einen unfallfreien Verkehrsablauf.

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