Google Drive, Dropbox, OneDrive, HiDrive und Co.: Cloud-Dienste im Test

Cloud-Dienste im Test. In der Wolke wird gespeichert...

Cloud-Dienste im Test. In der Wolke wird gespeichert…

Unser Cloud-Vergleich berichtet über kostenlose Onlinespeicher, Preis der Cloud Upgradepakete für mehr Speicherplatz und den Datenschutz.

Eine aktuelle Bitkom-Studie 2015 sagt aus, dass sogar 73 % von positiven Erfahrungen bei einem Cloud-Dienst berichten und nur 4 Prozent äußern sich kritsch. Den Deutschen ist die Sicherheit ihrer Daten weiterhin sehr wichtig. Denn die Angst vor Datenverlust und unberechtigtem Datenzugriff sind die größten Sorgen im Umgang mit einem Cloud Dienst. Wir haben für Euch einen Vergleich mehrerer gratis Online-Speicher gemacht, um Euch zu zeigen was die Clouds bieten, was z.B. Speicher Upgradepakete kosten und wie der Datenschutz funktioniert.

Themenübersicht Cloud-Dienste im Test

Können kostenlose Clouds überhaupt sicher sein?

Genauso wie in allen anderen Bereichen, gibt es natürlich auch hier empfehlenswerte und ebenso weniger empfehlenswerte Anbieter. Es gibt gewisse Kriterien, die uns dabei helfen zu erkennen, ob es um einen sicheren und vertrauenswürdigen Online-Speicher geht. Die vier wichtigsten Kriterien, die Sie bei Wahl des Onlinespeichers beachten sollten, sind:

  • Speicherstandort

Einige Cloud-Dienste setzen auf das Speichern von Dateien in Deutschland. Auf diese Weise sollte den Nutzern versichert werden, dass ihre Daten gut geschützt sind, denn in Deutschland herrschen hohe Standards, wenn es um Sicherheit und Datenschutz geht. Auf der anderen Seite gibt es Anbieter, die ihre Server in anderen Ländern stationieren, in welchen viel lockere oder gar keine Datenschutzgesetze existieren.

  • Verschlüsselung und Zugriff von Seite des Anbieters

Ihr solltet bei der Wahl des Cloud-Speichers besonders auf die Datenverschlüsselung und eine gute Codierung bei der Datenübertragung achten. So können Eure Dokumente nur mit einem speziellen Code aus Eurem „Tresor“ geöffnet werden. Beim Downloaden oder dem Hochladen von verschiedenen Medien, muss Euch der Anbieter versichern, dass keine dritte Person die Daten abfangen oder kopieren kann.
Für die Cloud-Server die im Ausland stehen, gilt diese Regel leider nicht immer. Da können nämlich bestimmte Mitarbeiter des Cloud-Dienstes teilweise in Eure Daten einblicken, was durch unterschiedliche Rechtsvorschriften ermöglicht worden ist. Das bezieht sich zum Beispiel auf hochgeladene Fotos.

  • Transparenz am ersten Platz

Eng verwandt mit der Verschlüsselung ist auch die Transparenz. Transparenz bedeutet, dass der Anbieter die Pflicht hat dem Kunden zu erklären, auf welche Art und Weise seine Daten geschützt werden und welche Maßnahmen dieser Schutz erfordert. Das umfasst zum Beispiel die Art der Verschlüsselung der Daten oder die unzweideutige Aussage darüber, ob die Mitarbeiter Einblick in die Daten der Kunden haben werden oder nicht. Der Ort wo der Server positioniert ist, muss ebenfalls erwähnt werden. Diese Informationen sind meistens in der Kategorie Datenschutz zu finden.

  • Zertifikate und Siegel

Mehrere Anbieter sind auch durch ISO-Zertifikate oder Zertifikate aus eigener Branche anerkannt worden. In Deutschland gibt es z. B. für eine Vielzahl von Artikeln, Dienstleistungen usw. eine sogenannte DIN-Norm, die garantieren soll, dass Sicherheits-, Verbraucherschutz- und Qualitätsstandards beachtet worden sind. Darüber hinaus werden Zertifikate und Siegel von anerkannten Unternehmen und Prüfinstitutionen verliehen, und das alles hat nur einen Zweck – den Verbraucher zu schützen.

Welche Cloudanbieter gibt es und welcher ist zu empfehlen?

Google Drive

Google Drive

Bildquelle: Google Drive

Google mit dem Dienst Google Drive ist ein Anbieter, der beweist, dass viel Speicherplatz nicht immer auch eine Menge Geld bedeutet. Bei Google Drive bekommen Ihr nicht nur ganze 15 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung, sondern auch eine sehr leichte Bedienung. Vom Vorteil ist auch die Tatsache, dass jeder Benutzer durch einen Google-Account Zugriff zum Speicher (seit neustem auch via App) bekommt. Was allerdings bei manchen zu Problemen mit dem Speicherplatz führen kann ist die Tatsache, dass sich Google Mail und Google Drive den Speicherplatz teilen. Was ebenfalls zu bedenken ist, ist die Tatsache, dass sich der Server außerhalb von Deutschland befindet, so dass die Verschlüsselung nicht nach deutschen Regeln und Datenschutzstandards funktioniert. Also ist das Kriterium Sicherheit bei Google Drive eher mangelhaft. Die Kosten für weiteren Speicherplatz sind allerdings moderart und fangen für 100 GB bei 1,99 $ USD an und gehen bis zu 30 TB für 299,99 $ USD.

Amazon Cloud Drive

Amazon Cloud Drive

Bildquelle: Amazon Cloud Drive

Wenn Ihr nur eine Cloud für Eure Bilder benötigt, dann könnt Ihr als Amazon Prime Kunde kostenlos den Amazon Cloud Drive nutzen. Damit könnt Ihr per Amazon App für iOS, Android usw. oder per Software für den Computer, Eure Bilder automatisch hochladen und mit dem Internet Server synchronisieren. Das klappt kostenlos aber nur mit Bildern und zwar ohne Limit. Kostenlos gibt es dazu 5 GB Cloudspeicher. Wer mehr benötigt, der bekommt diesen über ein Upgrade. 20 GB kosten 8 Euro im Jahr. 50 GB kosten 20 Euro pro Jahr, 100 GB gibt es für 40 Euro pro Jahr usw. bis zu 1 TB für teure 400 Euro pro Jahr.

Microsoft OneDrive Speicher

Microsoft OneDrive

Bildquelle: Microsoft OneDrive

Wenn man die Größe des zur Verfügung gestellten Speicherplatzes als Kriterium nimmt, liegt Microsoft mit seinem OneDrive auf der gleichen Ebene wie Google. Durch die Einbindung in das eigene Betriebssystem Windows, ist die Bedienung mehr als leicht. Man muss auch die Integration der Office-Anwendungen loben. Leider befinden sich auch hier die Standorte der Server nicht in Deutschland, also ist der Punkt Datenschutz auch bei OneDrive sehr bedenklich. Bei Microsoft OneDrive gibt es 15 GB Speicher kostenlos. Wer mehr haben möchte, der bekommt 100 GB für nur 1,99 Euro im Monat und 200 GB für 3,99 Euro. Preislich gesehen ist das Angebot absolut TOP. Wenn da nicht das Problem mit dem Datenschutz wäre.

TelekomCloud Speicher

Telekom Cloud Angebot

Telekom Cloud Angebot (Bildquelle: Telekom.de)

Die Telekom kann mit ihrem gratis Cloud-Dienst nicht nur mit den beiden US-Anbietern problemlos mithalten, sondern diese in einigen Punkten sogar schlagen. Die 25 GB Speicher sind natürlich auch vom Vorteil, aber die Telekom überzeugt vor allem durch die hohen Sicherheitsstandards, einschließend TÜV-Zertifikat. Zur gleichen Zeit bekommt man eine neue E-Mail Adresse und es ist nicht unbedingt notwendig ein Telekom-Kunde zu sein, um die Dienste des Speichers zu nutzen. Die 25 GB Onlinespeicher sind unabhändig von dem E-Mailspeicher, welcher mit 1 GB zur Verfügung steht. Vorteil eines Telekom Kunden ist die Funktion des Synchronisieren. Mit Sync-Plus automatisch synchronisieren, mit der drahtlosen Übertragung ist kein Kabel notwendig. Es gibt eine sehr einfache Einrichtung auf Smartphone, Tablet und PC. Die Daten sind per Fernzugriff zu löschen. Diese Funktion gibt es allerdings nur Kostenlos für alle Telekom-Kunden mit @t-online.de E-Mail Adresse. Ansonsten unterscheiden sich Telekom Freemail und Telekom Mail & Cloud S (für Bestandskunden) nicht. Weitere Pakete können dazubestellt werden. 50 GB Onlinespeicher kosten 4,95 Euro pro Monat und 100 GB kosten 9,95 Euro pro Monat.

Strato HiDrive

Strato HiDrive Free

Bildquelle: Strato HiDrive

Ob man mit weniger Speicherplatz mehr an Sicherheit gewinnt, kann bislang nicht beurteilt werden. Allerdings gilt diese Regel für Stratos HiDrive Free, der nur 5 GB anbietet und hohe Sicherheitsbestimmungen versichert. Die Bedienung ist zwar etwas verwirrend und das Menü unübersichtlich, aber man kann schnell Photos und Musik hoch- und herunterladen. Wem die Free Version nicht ausreicht, der kann sich für 12,52 Euro stolze 500 GB sichern oder 100 GB für 5,80 € im Monat.

Dropbox Onlinespeicher

Dropbox Cloud Speicher

Bildquelle: Dropbox

Der heutzutage wohl beliebteste Anbieter von Onlinespeicher-Kontingenten ist Dropbox. Im Vergleich zu anderen Anbietern bietet Dropbox mit 2 GB nicht so viel Platz. Aber er holt mit einer doppelten Verschlüsselung nach. Seine Server befinden sich jedoch in den USA. Dieser Online-Speicher eignet sich also am besten für diejenigen, die keinen großen Cloud-Speicher nötig haben und eine einfache Bedienung zu schätzen wissen. Wem auch hier die 2 GB kostenloser Speicher zu wenig sind, der bekommt für 9,99 Euro im Monat stolze 1 TB Speicherplatz. Das sollte doch erst einmal ausreichen oder ?

Apple iCloud Online-Speicher

Apple iCloud Speicher

Bildquelle: Apple iCloud

In Punkten Datensicherheit und -schutz musste Apple mit seiner iCloud noch etwas nacharbeiten, denn der Speicherdienst wurde letztes Jahr gehackt! Wobei der Fehler wohl nicht bei Apple, sondern bei den Anwendern lag. Bei diesen wurde mittels Brute-Force-Attacken die Passwörter ermittelt und dann damit der Zugriff auf die Cloud erlangt.

Für diejenigen, die ein iPhone oder iPad besitzen, sind die integrierten 5 GB allerdings eine praktische Lösung. Es gibt auch wieder einige Upgradepakete die sich preislich echt sehen lassen können. 50 GB Speicher kosten 0,99 Euro im Monat, 200 GB kosten 2,99 Euro und 1 TB kostet 9,99 Euro im Monat. Aber auch hier muss man sagen, dass der Server sich in den USA befindet.

MEGA – ein Gigant im Cloud-Dienst-Vergleich?

MEGA Cloudanbieter

Bildquelle: MEGA

Es gibt vor allem zwei Punkte, in welchen MEGA wirklich beeindruckt: Als Erstes ein Speicherplatz von 50 GB und als Zweites eine End-to-End-Verschlüsselung. Diese Art von Verschlüsselung bedeutet, dass die Daten vor dem Hochladen verschlüsselt werden und man sie in der Cloud weiterhin nur codiert finden kann. Wenn der Kunde die Dateien dann wieder herunterlädet, hat nur er den richtigen Schlüssel zur Decodierung. Somit garantiert MEGA einen hohen Sicherheitsstandard und bietet auch einen riesigen Speicherplatz.

Kostenübersicht der Cloudanbieter

Kostenübersicht der Cloudanbieter

Kostenübersicht der Cloudanbieter pro Monat (Stand: Oktober 2015)

In unserer Kostenübersicht der Cloudanbieter könnt Ihr genau nachsehen, für welche Datenmenge ich welchen Anbieter nehmen könnt. Da wir ein Schnäppchen Blog sind, interessiert und natürlich der Preis. Wer mit bis zu 50 GB zurecht kommt, der ist bei den kostenlosen Diensten gut aufgehoben. Wer 100 GB benötigt, der ist bei Microsoft gut aufgehoben und bezahlt monatlich günstige 1,99 Euro. Für 200 GB gehts dann nach Cupertino zur Firma Apple. Diese verlangen günstige 2,99 Euro im Monat. Die 500 GB überspringen wir preislich und gehen sofort zu den günstigeren 1 TB. Die bekommt Ihr bei Dropbox, Apple und Google sehr günstig. Alternativ zu einem Cloudanbieter zur Datensicherung, könnt Ihr natürlich auch eine externe Festplatte nehmen und diese zur Sicherung nehmen. Ist natürlich nicht so komfortabel wie eine Cloud.

Welcher kostenloser Onlinespeicher / Cloud ist am besten für mich?

Bis jetzt konnten wir zur Schlussfolgerung kommen, dass kostenlose Onlinespeicher keine wirklich niedrigeren Sicherheitsstandards besitzen, als die kostenpflichtigen. Der einzige Unterschied bezieht sich meistens auf den zur Verfügung gestellten Speicherplatz. Im Fall dass der Anbieter den Standort der Daten nicht genau angegeben hat, sollte man diesen besser meiden, denn es ist in dieser Situation für den Nutzer schwer nachvollziehbar, wo seine Daten gespeichert sind und welche Datenschutzvorschriften gelten.

Für diejenigen, für welche sowohl die Sicherheit als auch der angebotene Speicherplatz eine wichtige Rolle spielen, können wir warmherzig den kostenlosen Online-Speicher von MEGA und der Telekom empfehlen. Wem die Datensicherheit sehr am Herzen liegt und wer nicht so viele Daten zum Teilen hat, sollte sich nach Stratos HiDrive Free oder Dropbox erkundigen. Allerdings muss man sich an die Bedienung von Stratos HiDrive erst gewönnen. Es besteht auch die Möglichkeit, Eure Daten auf mehrere Anbieter zu verteilen, was zwar einige Umstände macht, aber sehr viel Geld spart. Wer mit Datenschutz nicht so viele Probleme hat, der kann güntig jede Menge Speicherplatz bei Google Drive, Apple iCloud, Amazon Cloud Drive oder Microsoft Onedrive bekommen.

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